Was sind E-Mail-Header und was enthalten sie?
Jede E-Mail besteht aus zwei Teilen: dem sichtbaren Inhalt (Text, Bilder und HTML, die Sie lesen) und den technischen Headern oberhalb des Inhalts. Header halten den gesamten Zustellweg der Nachricht fest, dazu Authentifizierungsergebnisse, Spam-Bewertungen und Metadaten wie Absender, Empfänger, Betreff und Zeitstempel. Die meisten E-Mail-Programme blenden Header in der normalen Ansicht aus, sie sind aber immer vorhanden und lassen sich über die Option „Original anzeigen“ oder „Header anzeigen“ Ihres Mailprogramms einblenden.
E-Mail-Header zu analysieren ist einer der zuverlässigsten Wege, Zustellprobleme zu diagnostizieren, verdächtige Phishing-Nachrichten zu untersuchen und zu prüfen, ob Ihre Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC) bei einer echten Nachricht korrekt funktioniert.

So finden Sie E-Mail-Header in verschiedenen Mailprogrammen
- Gmail: Öffnen Sie die Nachricht, klicken Sie oben rechts auf das Dreipunktemenü (⋮) und wählen Sie „Original anzeigen“. Kopieren Sie den gesamten Inhalt aus dem Fenster.
- Outlook (Web): Öffnen Sie die Nachricht, klicken Sie auf das Dreipunktemenü und wählen Sie dann Ansicht → Nachrichtenquelle anzeigen.
- Apple Mail: Öffnen Sie die Nachricht und wählen Sie dann Darstellung → Nachricht → Alle Header, oder drücken Sie Umschalt + Befehl + H.
- Thunderbird: Öffnen Sie die Nachricht und wählen Sie dann Ansicht → Kopfzeilen → Alle.
- Yahoo Mail: Öffnen Sie die Nachricht und klicken Sie auf Mehr → Rohnachricht anzeigen.
Kopieren Sie alles von der ersten Header-Zeile (meist Delivered-To: oder Return-Path:) bis zur Leerzeile vor dem Nachrichtentext.

Wichtige Header, auf die Sie achten sollten
Die wichtigsten Header zur Diagnose von Zustellproblemen sind:
- Authentication-Results: Zeigt die SPF-, DKIM- und DMARC-Ergebnisse (bestanden/fehlgeschlagen), wie sie der empfangende Server bewertet hat. Das ist der wichtigste Header zur Diagnose von Authentifizierungsfehlern.
- Received: Ein Eintrag pro Station auf dem Zustellweg. Von unten nach oben gelesen ergibt sich die zeitliche Reihenfolge. Jeder Eintrag enthält meist Hostnamen des Servers, IP-Adresse und Zeitstempel.
- X-Spam-Score / X-Spam-Status: Wird von Spamfiltern wie SpamAssassin hinzugefügt. Zeigt den numerischen Wert und welche Regeln ausgelöst wurden.
- DKIM-Signature: Die tatsächliche DKIM-Signatur, die der sendende Server angehängt hat. Enthält Selector, Domain und kryptografische Signatur.
- Return-Path: Der Envelope-Absender — die Adresse für Bounce-Benachrichtigungen, die SPF prüft.
- Message-ID: Eine eindeutige Kennung der Nachricht, nützlich, um sie in Logdateien nachzuverfolgen.
Was Authentifizierungsergebnisse für die Zustellbarkeit bedeuten
Eine Nachricht mit spf=pass dkim=pass dmarc=pass im Header Authentication-Results hat die besten Chancen auf eine Platzierung im Posteingang. Jeder Fehler hier sollte untersucht werden. Ein SPF-Fehler bedeutet oft, dass die sendende IP nicht in Ihrem SPF-Eintrag steht. Ein DKIM-Fehler kann heißen, dass die Signatur fehlt, abgelaufen ist oder der öffentliche Schlüssel im DNS nicht zum privaten Signierschlüssel passt. Ein DMARC-Fehler bedeutet, dass weder SPF noch DKIM zur Absenderdomain passten.
Die Header-Analyse zeigt, was mit einer bestimmten Nachricht passiert ist. Um Probleme vor dem Versand zu vermeiden, nutzen Sie die E-Mail-Verifizierung für Ihre Liste und prüfen Sie Ihre Authentifizierung mit unseren SPF-, DKIM- und DMARC-Generatoren. Bei großen Listen binden die Massenverifizierung und die Validierungs-API die Prüfung in Ihren Ablauf ein.