E-Mail-Marketing

Definition

E-Mail-Retargeting ist eine Marketingstrategie, die E-Mails nutzt, um Website-Besucher, frühere Kunden oder Abonnenten erneut anzusprechen, die Interesse gezeigt, aber nicht konvertiert haben. Durch die Kombination von Website-Tracking-Daten mit E-Mail-Marketing können Unternehmen personalisierte Nachrichten basierend auf spezifischem Browsing-Verhalten, abgebrochenen Aktionen oder früheren Interaktionen senden.

Häufige E-Mail-Retargeting-Szenarien

Warenkorbabbruch-Wiederherstellung - Käufer mit personalisierten Produktbildern an Artikel erinnern, die sie im Warenkorb gelassen haben

Browse-Abbruch - E-Mails an Nutzer senden, die bestimmte Produkte angesehen, aber nicht in den Warenkorb gelegt haben

Preisseiten-Besucher - Nutzer kontaktieren, die Preise geprüft, sich aber nicht angemeldet oder gekauft haben

Content-Engagement-Nachverfolgung - verwandte Ressourcen an Nutzer senden, die bestimmte Blogbeiträge oder Anleitungen gelesen haben

Testversion-Ablauf-Erinnerungen - kostenlose Testnutzer vor und nach Ablauf ihrer Testphase erneut ansprechen

Wiederkauf-Kampagnen - frühere Kunden mit neuen Produkten oder Nachbestellungs-Erinnerungen ansprechen

Wunschlisten-Erinnerungen - Nutzer benachrichtigen, wenn Wunschlisten-Artikel im Angebot oder wieder verfügbar sind

Formularabbruch-Wiederherstellung - Nutzer nachverfolgen, die Registrierungs- oder Checkout-Formulare begonnen, aber nicht abgeschlossen haben

Warum E-Mail-Retargeting Wichtig Ist

E-Mail-Retargeting konvertiert warme Leads, die Ihre Marke bereits kennen. Diese Nutzer haben Interesse gezeigt, indem sie Ihre Website besucht oder mit Ihren Inhalten interagiert haben. Studien zeigen, dass Retargeting-E-Mails 3-5 mal höhere Konversionsraten im Vergleich zu Standard-Werbe-E-Mails erzielen. Da Sie Personen erreichen, die bereits Absicht gezeigt haben, sind die Akquisitionskosten deutlich niedriger. E-Mail-Retargeting ergänzt auch Display-Retargeting, indem es Nutzer in ihrem Posteingang erreicht, wo die Aufmerksamkeit konzentrierter ist als auf geschäftigen Webseiten.

Wie E-Mail-Retargeting Funktioniert

E-Mail-Retargeting funktioniert, indem das Nutzerverhalten auf Ihrer Website mittels Cookies oder Pixel-Tracking verfolgt und diese Daten dann mit E-Mail-Adressen in Ihrer Datenbank abgeglichen werden. Wenn ein bekannter Nutzer bestimmte Seiten besucht, Produkte ansieht oder eine Aktion abbricht, wird eine automatische E-Mail mit für sein Verhalten relevanten Inhalten ausgelöst. Dies erfordert die Integration Ihrer E-Mail-Plattform mit der Website-Analyse und die Sicherstellung, dass Sie die entsprechende Zustimmung für Marketing-E-Mails haben. Das System identifiziert Nutzer, segmentiert sie basierend auf ihren Aktionen und liefert zeitnahe, personalisierte Nachrichten, die darauf ausgelegt sind, sie zurückzubringen.

Best Practices

Vor dem Tracking und E-Mail-Versand an Nutzer die entsprechende Zustimmung einholen, um DSGVO und andere Datenschutzvorschriften einzuhalten

Retargeting-E-Mails nach Verhaltenstyp segmentieren für relevantere Nachrichten

Angemessene Zeitverzögerungen zwischen Auslöser und E-Mail-Versand basierend auf dem Aktionstyp festlegen

Die Anzahl der Retargeting-E-Mails pro Nutzer begrenzen, um nicht als Spam zu erscheinen

E-Mail-Inhalte mit den spezifischen Produkten oder Seiten personalisieren, die der Nutzer angesehen hat

Klare Handlungsaufforderungen einbinden, die Nutzer dorthin zurückbringen, wo sie aufgehört haben

E-Mail-Adressen in Ihrer Datenbank verifizieren, um sicherzustellen, dass Retargeting-E-Mails echte Posteingänge erreichen

Betreffzeilen, Sendezeiten und Inhaltsvariationen testen, um die Leistung zu optimieren

Häufig Gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen E-Mail-Retargeting und Remarketing?

E-Mail-Retargeting und Remarketing werden oft synonym verwendet. Remarketing bezieht sich jedoch typischerweise auf Display-Anzeigen, die früheren Besuchern im Web gezeigt werden, während E-Mail-Retargeting speziell E-Mails nutzt, um diese Nutzer erneut anzusprechen. Beide Strategien zielen auf Nutzer basierend auf vergangenem Verhalten ab, verwenden aber unterschiedliche Kanäle.

Wie schnell sollte ich eine Retargeting-E-Mail senden, nachdem ein Nutzer abgebrochen hat?

Das Timing hängt von der Aktion ab. Bei Warenkorbabbruch funktioniert das Senden innerhalb von 1-3 Stunden typischerweise am besten. Bei Browse-Abbruch sind 24 Stunden üblich. Bei Preisseiten-Besuchern sollten Sie 1-2 Tage warten, um nicht aufdringlich zu wirken. Testen Sie das Timing immer mit Ihrer spezifischen Zielgruppe.

Ist E-Mail-Retargeting unter der DSGVO legal?

E-Mail-Retargeting ist unter der DSGVO legal, wenn Sie die entsprechende Zustimmung haben. Sie benötigen eine ausdrückliche Genehmigung für Marketing-E-Mails und müssen in Ihrer Datenschutzerklärung klar erläutern, wie Sie Tracking-Daten verwenden. Nutzer müssen sich leicht abmelden können. Stellen Sie sicher, dass Ihre Datenerfassungs- und E-Mail-Praktiken den regionalen Datenschutzgesetzen entsprechen.

Wie messe ich den Erfolg von E-Mail-Retargeting?

Wichtige Kennzahlen sind Öffnungsrate, Klickrate, Konversionsrate und Umsatz pro E-Mail. Vergleichen Sie diese mit Ihren Standard-E-Mail-Kampagnen. Verfolgen Sie auch die Wiederherstellungsrate für bestimmte Aktionen wie Warenkorbabbruch. Überwachen Sie die Abmelderaten, um sicherzustellen, dass Ihre Frequenz keine Ermüdung verursacht.

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